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Hochzeitsreise – Verwechslung – Zufall?
Hallo, wir sind Simonne und Patrik Rusterholz.
Nach unserer Hochzeit im Herbst 2017 verbrachten wir unsere Flitterwochen in Peru. Anstatt die weltbekannte Ruinenstadt Machu Picchu zu besuchen, entschieden wir uns für die weniger bekannte Inkaruine Choquequirao. 
Auf dem Weg zur Ruine kam es zu einer schicksalhaften Verwechslung:
Der lokale Taxifahrer hielt uns für deutsche Ärzte und erzählte uns vom Andenspital Diospi Suyana. Auf dem Rückweg legten wir einen Stopp beim Diospi Suyana ein. Als der Pförtner erfuhr, dass Simonne eine Ärztin aus der Schweiz ist, verschaffte er uns sofort einen Termin beim Spitaldirektor. Etwas überrumpelt versicherten wir, dass wir keine Umstände machen möchten – und wurden trotzdem durch das ganze Spital geführt.

Unser Staunen war gross: Wir hatten eher mit einer Dschungelklink als mit einem hochmodernen Spital gerechnet. Hier war alles in bestem Zustand. Computertomograph, Operationssäle, Orthopädietechnik, Zahnmedizin und Augenklinik. Das Hilfswerk unterschied sich kaum von einem Spital in der Schweiz.
In der folgenden Zeit hielten wir Kontakt zu dem Hilfswerk. Die ungeplante Begegnung gab uns zu denken: Wir suchten schon seit längerem nach einer Möglichkeit, etwas von unserem Wissen und Wohlstand an Ärmere weiterzugeben – bisher hatte aber nichts wirklich gepasst. Während Simonne als Ärztin relativ einfach für ein Hilfswerk arbeiten kann, ist es für mich als Ingenieur deutlich schwieriger. Ich habe Maschinenbau und Elektrotechnik studiert und arbeite an der Hochschule für Technik in Rapperswil. Dort entwickle ich hauptsächlich Produkte für externe Firmen. Von konstruktiven Optimierungen über Elektrotechnik ist die Bandbreite meiner Arbeiten zwar riesig, in einem Drittweltland aber kaum gefragt. In solchen Ländern fehlt es an grundlegenderen Dingen.
Nicht so im Diospi Suyana: Es zeigte sich, dass der Orthopädietechniker viel mehr Patienten hat, als er Prothesen herstellen kann. Wertvoll wäre, die bestehenden Prozesse zu automatisieren. Die Idee: Prothesen per 3D-Scanner und Computer zu designen und danach mit einem 3D-Drucker herzustellen. Im Diospi könnte mit diesen Techniken vielen Patienten geholfen werden. Das Projekt ist wie geschaffen für mich!

Das Jahr 2020 bringt viele Veränderungen mit sich: Wir wurden anfangs Jahr Eltern einer gesunden und wunderbaren Tochter.
Nun sind wir mitten in den Vorbereitungen und planen unsere Ausreise per September 2020.