Mammut-OP

Eine Geschichte wie aus dem Märchenbuch

Die Anstrengung der langen Operation ist in ihren Gesichtern noch ablesbar. Urologe Dr. David Brady (Bildmitte) und Prof. Dr. Markus Giessing haben dem Leben von Mario Ordonez* die positive Wende gegeben, von der der 16-jährige und seine Eltern lange Zeit geträumt haben.

Kolikartige Schmerzen ließen den Jungen nicht mehr glücklich werden. Sein Bauch trieb mehr und mehr auf. Von Monat zu Monat wurde es schlimmer. Ein Arztbesuch nach dem anderen. Keiner half, dabei hatte die Diagnostik den Grund des Leidens bald herausgefunden. Wegen einer Verengung des Harnleiters war die linke Niere massiv gestaut und enthielt literweise gefüllte Wasserblasen.

In einem Fernsehbericht erfuhr die Familie vom Hospital Diospi Suyana. Von Tingo Maria bis nach Curahuasi sind es rund 1200 km. Eine lange Wegstrecke für jeden. Eine schmerzhafte Tour für einen Kranken, bei dem es in jeder Kurve im Bauchraum drückt. Lima liegt viel näher. Aber in zwei Krankenhäusern der Hauptstadt hatten die Ärzte mit den Achseln gezuckt und der Jugendliche war wieder traurig durch lange Korridore nach draußen gegangen.

In der letzten Woche saß der Patient mit seinen Eltern im Sprechzimmer von Dr. David Brady. Dem Österreicher war sofort klar, was Mario benötigte: Eine Operation der Extraklasse. Keine leichte Aufgabe.

Aber nun trat das ein, was wir am Missionsspital Diospi Suyana oft erleben. Gott schickt immer wieder den Beistand, den wir brauchen. Markus Giessing, Professor der Urologie aus Düsseldorf war just für einige Tage zu Besuch. Und der kranke Patient lag schon am nächsten Tag auf dem OP-Tisch. Zwei Urologen kämpften mit einem Ziel, nämlich das Leben des Kranken erträglich und lebenswert zu machen.

Der Eingriff war erfolgreich und Mario hat sich von der Operation gut erholt.

*Name verändert
Quelle: http://www.diospi-suyana.org