Diospi Suyana

Liest man die Geschichte des Diospi Suyanas, so liest man die Geschichte eines Ehepaars auf der Suche nach Gott. Diese Geschichte beginnt im Jahr 1995. Martina und Klaus John stehen am Ende ihrer Facharztausbildung und Klaus ringt mit der Frage, ob es einen Gott gibt.

In Ecuador – mit Glaube so gross wie Senfkorn
Sie bewerben sich mit „Einem Glauben so gross wie ein Senfkorn“ bei einer Missionsgesellschaft und reisen bald darauf nach Ecuador, um in einem Missionsspital mitzuarbeiten. Dort erleben sie auch die Schattenseiten eines typischen Hilfswerkes: antiquierte Hilfsmittel und eine voranschreitende Verschuldung. Es wird immer weniger möglich, Patienten aus armen Verhältnissen zu helfen. Enttäuscht schreiben die beiden in einer langen Nacht ihren eigenen Entwurf für ein Krankenhaus, das den Ärmsten Perus dienen soll: Den Quechua-Indianern!

2004 – zurück nach Deutschland mit klarem Plan
Mitten in einer Wirtschaftskrise, im Jahr 2004, kehren sie mit ihrem Plan nach Deutschland zurück. Den Johns ist klar: Nur schon der Bau eines solchen Krankenhauses wird Millionen verschlingen, vom Unterhalt und der Ausrüstung ganz zu schweigen. Entsprechend schwierig gestaltet sich das Fundraising. Monate später, nach zahllosen Vorträgen und rund 1000 handschriftlichen Briefen, haben sie gerade einmal 251 Spenden erhalten. Fest überzeugt, dass dieses Projekt dem Wille Gottes entspricht, machen sie weiter und finden nach und nach mehr Unterstützung.

2007 – Diospi Suyana öffnet Türen
Immer dann, wenn es besonders brenzlig wird, kommt die entscheidende Wendung und so beginnt schon bald der Bau des Spitals. Doch damit wachsen die Schwierigkeiten erst recht. Aber weder Zollprobleme, noch widerspenstige Baubehörden oder finanzielle Engpässe können den Bau stoppen. Am 22. Oktober 2007 öffnet das Spital Diospi Suyana seine Türen.

2019 – top moderner Spital und vieles mehr
Seither hat sich viel getan. Die Klinik wurde ausgebaut und zählt 23 Abteilungen. Vom modernen Computertomographen bis zum 3D-Drucker für Zahnimplantate fehlt nichts – alles ist auf dem neusten Stand der Technik – alles finanziert durch Spenden. Neben dem Spital wurden mittlerweile auch diverse Kinderclubs, eine Schule und eine Radiostation gegründet.

Für die Johns steht fest: Sie haben Gott gefunden.
Wer mehr über diese bewegende Geschichte erfahren möchte, kann die Website des Spitals besuchen, die Bücher von Dr. Klaus John lesen oder das unten stehende Portrait ansehen, welches ZDF anlässlich ihrer Sendung „Ein Herz für Kinder“ im Dezember 2019 gedreht hat.